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Beispiel für einen vom Menschen zerstörten
Wasserlauf. © SYCOPARC
Schau Dir den Unterschied zwischen dem Bach in seinem natürlichen Zustand und dem zerstörten Wasserlauf gut an..
Beispiel für einen naturbelassenen Bach © SYCOPARC
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Schützenswertes
Die Welt wandelt sich mit der Zeit, das bringt die Geschichte
mit sich. Jedes Zeitalter hinterlässt seine Spuren: Denkmäler,
Landschaften, Architektur und Aktivitäten, die unser Erbe bilden. Dadurch, dass sich die Welt entwickelt hat, hat sie
sich bereichert - die Entwicklung ist also an sich positiv. Eine
Welt, die sich entwickelt, ist eine lebendige Welt.
Im Lauf der Geschichte hat der Mensch aber manchmal einen Teil
seines Erbes zerstört. Durch Kriege, technologische Veränderungen
und Brände sind zahlreiche Gebäude und Denkmäler
verschwunden.
Der Mensch hat aber auch einen Teil der Naturschätze seines
Lebensraums zerstört. Die Bewirtschaftung von Wäldern
und Wiesen, übermäßiges Jagen und Umweltverschmutzung
können einen Lebensraum oder eine Tierart so stören, dass
sie verschwindet oder ausstirbt.
Mit jeder Art, die ausstirbt, und jedem Denkmal, das verschwindet,
verarmt unser Erbe. Damit erlischt eine Spur unserer Geschichte,
ein Teil unserer Umwelt. Durch die dauerhafte
oder nachhaltige Entwicklung, sollen der Schutz und die Erhaltung
aller Bestandteile unseres Erbes der Natur und des Menschen bestmöglich
gewährleistet werden.
Ausgestorbene Arten und Verschwundenes | Bedrohte Arten
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Ausgestorbene Arten und Verschwundenes
Vor nicht allzu langer Zeit lebten in den Wäldern des Biosphärenreservats
noch Tiere, die heute ausgestorben sind.
Das Auerhuhn und das Haselhuhn, zwei große Vogelarten, die
im Naturwald lebteb, sind nach 1950 im Biosphärenreservat ausgestorben.
Bären und Wölfe wurden gejagt, bis sie im 18. und 20.
Jahrhundert ausstarben. Damals lösten diese großen Raubtiere
bei den Menschen alte Ängste aus und griffen die Herden an.
Wer hat nicht eines Tages die Geschichte vom "großen
bösen Wolf" zu hören bekommen? Der Luchs, der vor
allem wegen seines Pelzes gejagt wurde, starb im 17. Jahrhundert
aus.
Zu lange hat der Mensch das zerstört, was ihm nutzlos oder
schädlich
schien oder was ihm Angst machte. Heute müssen neuartige Lösungen
gefunden werden, um den wildlebenden Tieren das Überleben und
den Gesellschaften ihre Entwicklung zu ermöglichen.
Für das Bauerbe (Gebäude und Denkmäler) gilt das
Gleiche. Um die Städte unseren Bedürfnissen anzupassen,
wurde oft ein Teil des Erbes der Vergangenheit zerstört. Man
hat sich nicht immer die Frage gestellt, ob diese Bestandteile des
Erbes eines Tages etwas Wertvolles darstellen könnten. Die
Zerstörung oder das Verfallenlassen von Häusern und der
Bau von Straßen haben zum Beispiel das Aussehen von Städten
und Dörfern verändert.
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Lynx © SYCOPARC |
| Um unser reichhaltiges
Erbe bewahren zu können, muss demnach unsere Hinterlassenschaft
den neuen Erfordernissen der Welt angepasst werden. Es geht nicht
nur darum, alte Sachen zu schützen. Auch modernere Bestandteile
dieses Erbes aus unserem Zeitalter, die einst unsere Geschichte und
unser Andenken darstellen werden, müssen geschützt werden. |
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Der Steinkauz wird wieder in seinem Lebensraum ausgesetzt
© SYCOPARC
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Bedrohte Arten
Heute kann man Folgendes beobachten: Bestimmte Arten kehren auf
natürliche Weise in ihren Lebensraum zurück und der Mensch
greift ein, um bedrohte Populationen zu retten.
Der Mensch kann eingreifen, indem er einzelne Tiere wieder in ihren
Lebensraum einführt, um vom Aussterben bedrohte Populationen
zu verstärken. Dies geschah im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat
für den Steinkauz. Der Mensch kann auch Arten wieder einführen,
wenn sie vollkommen aus ihrem Lebensraum verschwunden sind. Dies
wurde für den Luchs getan, der in den siebziger Jahren im deutschen
Teil des Biosphärenreservates wieder eingeführt wurde.
Der Mensch kann auch eingreifen, indem er für bedrohte Arten
wieder Lebensräume und günstige Umweltbedingungen schafft.
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Manchmal kommt es vor, dass Tiere von selbst wieder in einen Lebensraum
zurückkehren, aus dem sie vollkommen verschwunden waren. Dies
wird als eine natürliche Wiederbesiedelung bezeichnet. Zum
Beispiel ist der Luchs, der vollkommen aus den Nordvogesen verschwunden
war, wieder dorthin zurückgekehrt, indem er von Deutschland
aus die Grenze überquerte.
Im Hinblick auf das Bauerbe ist das nicht viel anders. Um nicht
das zu verlieren, was uns davon noch bleibt, gibt es verschiedene
Lösungen. Gebäude werden geschützt, indem sie unter
Denkmalschutz gestellt werden. Sie werden so zu Baudenkmälern,
die nicht zerstört werden dürfen. Man kann auch Ruinen
restaurieren. Dies wird zum Beispiel mit einigen Burgen gemacht,
die so erhalten bleiben.
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Durch das Anbringen von Nistkästen werden Orte geschaffen, an denen die Steinkäuze nisten können. Dadurch werden die Fortpflanzungsmöglichkeiten der Art verbessert © SYCOPARC |
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