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        UrsprungEntstehungsprozess
Stationen der Schaffung des Grenzüberschreitenden Biosphärenreservates (GBR)
   
 

Die Zusammenarbeit der beiden Träger des GBR begann 1983 mit der Überlegung, deutsche und französische Wanderwege grenzüberschreitend zu verbinden und entsprechend auszuweisen. 1985 schließlich wurde eine gemeinsame 'Vereinbarung zur Zusammenarbeit der beiden Naturparke' unterzeichnet, in der bereits der Informationsaustausch, die Förderung grenzüberschreitender Kontakte, die Förderung der Begegnung von Schulen, eine Abstimmung der Naturschutzmaßnahmen, die Inwertsetzung des Kulturerbes und die Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus als gemeinsame Ziele festgelegt sind.

1989 wurde der regionale Naturpark Nordvogesen als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt, der Naturpark Pfälzerwald 1992. Hiermit waren die Voraussetzungen für eine gemeinsame Arbeitsplattform und die Orientierung an international anerkannten Schutz- und Entwicklungszielen geschaffen.

Folgerichtig wurde die Zusammenarbeit intensiviert und ab 1993 durch das INTERREG I Programm der EU gefördert. Eine weitere Förderung erfolgte ab 1996 im Rahmen des LIFE-Programmes der EU.

 




Am 23.10.1996 schließlich unterzeichneten die beiden Naturparke eine 'Vereinbarung zur Schaffung eines Biosphärenreservates Pfälzerwald - Vosges du Nord'. Sie hat eine Gültigkeit von 10 Jahren. Eine entsprechende Unterstützungserklärung wurde von den Regionen Alsace und Lorraine, den Départements Bas-Rhin und Moselle, dem Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz sowie dem französischen MAB-Nationalkomitee unterzeichnet. In der Vereinbarung werden die Ziele einer fortschreitenden Integration, die Eckpunkte eines Aktionsprogrammes und die Überlegungen zur Schaffung einer eigenen rechtlichen Struktur dargelegt. Ferner wird die Bildung verschiedener deutsch-französischer Gremien festgelegt: Der Lenkungsausschuß als gemeinsames Leitungsgremium, die thematischen Arbeitsgruppen und der Wissenschaftliche Beirat.

Eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit erfolgte 1997 mit Hilfe der INTERREG II Förderung der EU und einem entsprechenden Kooperationsprogramm, das unter anderem auch die Schaffung von 2 Koordinatorenstellen ermöglichte.

Am 08.12.1998 schließlich wurden Pfälzerwald und Vosges du Nord von der UNESCO als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat (GBR) anerkannt. Es ist damit das erste innerhalb der Europäischen Union.

Im gleichen Jahr wurde anhand einer Zielorientierten Projektplanung (ZOPP) eine operationelle 3-Jahres-Arbeitsplanung für das GBR erstellt.

In 2001 soll ein gemeinsames INTERREG III Programm auf den Weg gebracht werden.