Natur ohne Grenzen
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Flächennutzung, Klima, Geologie
   
 

Die Vielfalt der Landschaften und natürlichen Lebensräume des Reservates sind auf die geologischen, klimatologischen, hydrologischen und biogeografischen Gegebenheiten zurückzuführen.

Geologie

Die Sandsteinformationen, die sich vor etwa 200 Millionen Jahren zu Beginn des Mesozoikums abgelagert haben, bilden das vorherrschende geologische Ausgangssubstrat. Diese Sandsteine sind einigermaßen erosionsbeständig und prägen die Landschaft mit ihren tafelförmigen Gesteinsbildungen und Steilhängen aus kavernösem Gestein. An solchen markanten Stellen befinden sich oft Überreste von Feudalburgen, die ein Gewirr schmaler waldbestandener Täler mit ebenen und feuchten Talsohlen überragen. Dieses Sandsteinmassiv ist von Sedimentgesteinen eingerahmt, bei dem der Kalkstein überwiegt. Hier wird das Relief sanfter und der Wald setzt in den Kulturen der angrenzenden Hänge fort (z.B. Übergangszone Wein-Wald am Haardtrand). Zwischen dem großen zentralen, von Buntsandstein geprägten Teil und den Hängen aus Kalkstein im Randbereich des Biosphärenreservates herrscht somit ein sehr starker Kontrast.

Kavernöser Sandsteinfelsen © Yvon Meyer

Hydrologie

Das Bergmassiv ist ein Wasserreservoir, in dem zahlreiche Wasserläufe ihre Quelle haben. Ein Teil des Regenwassers dringt in den wasserdurchlässigen Sandstein ein, bevor es in Form von Quellen an einem günstig gelegenen Hang oder in einem Tal wieder hervortritt und einige kleine Seen mit Wasser versorgt. Die Allgegenwärtigkeit des Wassers erklärt die Bedeutung der Flüsse, Seen, Torfmoore und anderer Moore im Reservat.

Klimatologie

Das Reservatsgebiet liegt in einer gemäßigten Klimazone mit einer eindeutig kontinentalen Charakter. Mehrere Orte weisen aufgrund Ihrer Ausrichtung und Topografie ein Mikroklima auf. So wird die Umgebung von Bitche, wo kalte Luftmassen in den eingeschlossenen Tälern hängen bleiben, oft von Frost im späten Frühjahr und der Gefahr von Trockenheit im Sommer heimgesucht. Die klimatischen Verhältnisse bieten also eine Erklärung für das Vorhandensein von Torfmooren und Waldbestand mit kontinentalem Charakter.

Berg- und Waldgebiet © NPP

Biogeografie

Die Biogeografie untersucht Ursprung und Verteilung der Tier- und Pflanzenarten. Die Lebensräume des Reservates weisen aufgrund ihrer geografischen Lage "nordische" Merkmale auf. Daher ist es nicht verwunderlich, nordische oder nordkontinentale Arten anzutreffen, die den biogeografischen Reiz dieser Region ausmachen. Kontinentale und ursprünglich atlantische Arten leben hier nebeneinander.

Die natürlichen Merkmale dieses Gebietes erklären die große biologische und wissenschaftliche Bedeutung der Flora, Fauna sowie deren Lebensraum. Dieses beträchtliche genetische Erbe muss für die zukünftigen Generationen erhalten bleiben; denn wenn es angesichts des verhältnismäßig geringen menschlichen Einflusses in diesen Gebieten möglich war, den Bestand zahlreicher Naturschätze viele Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende hindurch zu erhalten, so muss auch deren Zukunft gesichert werden.