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Streuobstbestände
Streuobstbestände
  Die vom Menschen geschaffenen Streuobstbestände inmitten von Obergräsern werden gemäht oder dienen als Weideland und stellen einen halbnatürlichen Lebensraum von ökologischer Bedeutung dar. Im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat besteht er hauptsächlich aus Apfel-, Zwetschgen-, Kirsch-, Birn- und Nussbäumen.

© Yvon Meyer

Einige seltene Tierarten haben in den Streuobstbeständen den letzten Lebensraum in einer landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft gefunden, die durch die Flurbereinigung immer strukturärmer wurde, wobei die Belastung mit Pflanzenschutzmitteln eine Rolle spielt.

Im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat sind die Streuobstbestände rund um das Waldgebiet angesiedelt. Die immer seltener werdenden Vogelarten nisten noch in den Streuobstbeständen, in denen sie natürliche Hohlräume und tote Bäume finden:

der Wendehals (Jynx torquilla), der Wiedehopf,
Wendehals, © Michel Rauch

 



der Steinkauz (Athene noctua)

Steinkauz © SYCOPARC

und der Rotkopfwürger (Lanius senator).

Rotkopfwürger, © Michel Rauch

In diesen Lebensräumen kommen oft viele Insekten vor, die den Fledermäusen als Nahrung dienen: die Zwergfledermaus, die gemeine Fledermaus und die graue Großohrfledermaus (Plecotus austriacus).
graue Großohrfledermaus, © François Schwaab