Natur ohne Grenzen
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Die Landwirtschaft heute (Nordvogesen, Frankreich)
   
 

Die Landwirtschaft im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die früher als Felder oder sogar als Gärten genutzten Täler des Reservates wurden in den fünfziger Jahren aufgegeben und nach und nach zu Brachland; die Natur hat sich diese Flächen wieder zurückerobert.

Heuernte © SYCOPARC

Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die Schwierigkeit der Landwirte und Landarbeiter zurückzuführen, in einem aufgrund der Zerstücklung der Grundstücke, der kleinen Einheiten und der Kargheit der Böden schwierig gewordenen Umfeld ihr Auskommen zu finden. Zur Zeit werden nur die fruchtbarsten und mechanisch leicht zu bestellenden Felder landwirtschaftlich genutzt, und zwar in Form von Marktfrüchten oder Tierhaltung.

Ein Gesicht der Region © SYCOPARC

Zahlreiche Bemühungen wurden unternommen, um qualitativ hochwertige Produktionsweisen zu entwickeln, die den Lebensraum im Allgemeinen und die Umwelt im Besonderen schonen. Das mit der Entwicklung dieser Produkte und deren Qualität in Zusammenhang stehende Know-how wird durch die Konsumenten entsprechend honoriert. Die Reakrtionen die Vermarktung regionaler Qualitätsprodukte im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit des Biosphärenreservates findet großen Zuspruch.

Es zeichnet sich ab, dass die Zukunft der im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat tätigen Landwirte in der Produktion qualitativ hochwertiger Erzeugnisse liegt, die nach folgenden Grundsätzen hergestellt werden:

- Die Produkte müssen für die Region typisch (authentisch) sein
- Umweltschonende Produktionsverfahren zum Erhalt des Lebensraumes werden gefördert.

Obsternte © Raphël Marquez

   
  Landwirtschaft im Pfälzerwald
   

Im inneren Pfälzerwald hat sich seit den 60ger Jahren ein rasanter Strukturwandel der landwirtschaftlichen Betriebe vollzogen, welcher sowohl durch den Rückgang der Viehbestände (weniger bedeutend in der Schafhaltung) geprägt ist. Die heutige Anzahl der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe liegt bei ca. 50, die der Nebenerwerbsbetriebe dürfte darüber liegen und ist infolge des hohen Offenlandanteils auf den südlichen Pfälzerwald konzentriert.

Wanderschäfer in Deutschland © NPP

Bei den Betrieben handelt es sich sowohl um einige Gemischtbetriebe mit Rinder- und Schafhaltung oder um reine Viehhaltungsbetriebe als auch um einige Wanderschäfer insbesondere im Raum Annweiler. Die ungünstigen Produktionsbedingungen (Boden, Klima, Besitzzerstückelung) sind für den Rückzug der Landwirtschaft vor allem an marginalen Grünlandstandorten bekannt und führen zu einer zunehmenden Verbrachung bzw. Verbuschung der Flächen.

Neben diesen rein landwirtschaftlichen Betrieben werden zur Erhaltung der Kulturlandschaft in immer stärkerem Masse hobbytierhaltende Betriebe (Pferdehalter, Mutterkuhhalter, Schaf- und Ziegenhalter) eingebunden.

Die Landschaft um Haspelschiedt ist von der Landwirtschaft stark geprägt,
© SYCOPARC