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Aufgaben
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Biosphärenreservate sind Gebiete, in denen das
Programm "Mensch und Biosphäre" (MAB)
der UNESCO zur praktischen Anwendung kommt. Im Juni
2001 existierten weltweit 394 Biosphärenreservate
in 94 Länder auf allen Kontinenten.
Die Arbeit in den Biosphärenreservaten hält
sich an den von den UNESCO-Mitgliederstaaten gesteckten
Rahmen, das heißt an die Strategie von Sevilla
und die Richtlinien des weltweiten Netzwerks der Biosphärenreservate,
die 1996 im Anschluss an die bedeutende Konferenz zum
Funktionieren von Biosphärenreservaten festgelegt
wurden. Sie unterstehen jedoch der Gesetzgebung des
jeweiligen Landes und stützen sich teilweise auf
gesetzlich geschützte Räume, wie zum Beispiel
Naturparks oder sonstige Schutzgebiete.
Die Biosphärenreservate müssen drei einander
ergänzende Funktionen kombinieren. Der Erhalt der
Ökosysteme, der Landschaften, der Arten und ihres
genetischen Erbes muss gewährleistet werden, und
zwar sowohl in naturnahen Bereichen als auch in Gebieten,
welche durch Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei,
Jagd, Tourismus oder sonstige Aktivitäten genutzt
werden. Umweltschonende Wirtschaftsweisen werden gefördert.
Die Reservate spielen auch im Bereich der wirtschaftlichen
und sozialen Entwicklung eine Rolle, bei der die Natur
und lokale Kultur berücksichtigt werden. Das setzt
jedoch voraus, dass die Bevölkerung aktiv mitwirkt
und mitentscheiden darf.
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© UNESCO
Schließlich wird der Forschung, wissenschaftlichen
Untersuchungen, der ständigen Umweltbeobachtung,
der Ausbildung und Erziehung junger und auch älterer
Menschen mehr als anderswo eine besondere Bedeutung eingeräumt,
da dies entscheidend zur Bewusstseinsbildung über
die Zukunft des Gebietes und seiner Einwohner beiträgt.
Die Fläche der Biosphärenreservate muss ausreichend
groß sein, um diese Funktionen erfüllen zu
können. Diese Gebiete sind unterschiedlich groß,
sie weisen Flächen von ein paar tausend bis zu mehr
als dreißig Millionen Hektar (Mata Atlantica in
Brasilien) auf.
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