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Die Geschichte des MAB-Programmes (MAB - Der Mensch und die Biosphäre) und der Biosphärenreservate kann anhand von ein paar Stichworten zusammengefasst werden:
   
  1971: Das MAB-Programm tritt die Nachfolge des Internationalen Biologischen Programms an.

1974: Die UNESCO und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schließen sich zusammen und sprechen zum ersten Mal von einer Aufteilung in Zonen der betroffenen Gebiete, indem 3 Kategorien definiert werden: Kernzone, Pflegezone und Entwicklungszone.

1976: Die ersten Biosphärenreservate werden geschaffen, wobei aber nur ein Teil der während des Treffens von 1974 definierten Zonierungsgrundsätze zur Anwendung kommen. Hier werden nur zu Forschungszwecken gewidmete geschützte Gebiete ausgewiesen. Zonen, wo die Entwicklung im Vordergrund steht, gibt es noch keine. Es werden daher keine Maßnahmen zugunsten einer Entwicklung ergriffen, bei der die vorhandenen Ressourcen berücksichtigt werden.

1976-1982: Neue Reservate werden ins Leben gerufen, ohne dass auf die Zonierung geachtet wird; die wissenschaftliche Forschung steht weiterhin im Vordergrund.

1984: Anlässlich des Kongresses von Minsk wird ein gemeinsames Aktionsprogramm mit dem UNEP beschlossen und ein Katalog erstellt, in dem alles, was in einem Biosphärenreservat gemacht werden kann, aufgelistet wird. Allerdings beteiligt sich das UNEP nicht an der Finanzierung dieses Programms.




 
© UNESCO


1985: Das UNESCO-Sekretariat richtet ein Koordinationskomitee für Biosphärenreservate ein, das sich aus Leuten zusammensetzt, die mit dem Konzept bereits vertraut sind. Die UNESCO wird weder von der IUCN (Internationale Union zum Schutz der Natur und der natürlichen Reserven) noch vom UNEP unterstützt; diese Organisationen begnügen sich damit, das Programm vorzustellen, ohne sich finanziell daran zu beteiligen. Im selben Jahr herrscht bei der UNESCO Krisenstimmung, da die Vereinigten Staaten und Großbritannien aus der Organisation austreten.

1992: Konferenz von Rio, die mit einer internationalen Konvention über Biodiversität und nachhaltige Entwicklung abgeschlossen wird. Es werden darin konventionelle Schutzgebiete angeführt, ohne die Biosphärenreservate zu erwähnen; es wird sogar behauptet, es gäbe keine Biosphärenreservate.

1995: In Sevilla findet eine entscheidende Wende statt. Die bereits 1974 und 1984 erläuterten Grundsätze werden diesmal wieder aufgegriffen und bekräftigt, und es werden Richtlinien für das Netzwerk der Biosphärenreservate erstellt. Das MAB-Programm verschafft sich somit "Zutritt" zu den diplomatischen Kreisen. Die Richtlinien legen die Grundlagen und Zielsetzungen eines Biosphärenreservates und des einzigen bestehenden weltweiten Netzwerkes fest.

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