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Richtlinien zur Verwaltung von Biosphärenreservaten (französische Anleitung)
   
 

In Frankreich hat das MAB-Komitee Richtlinien zur Lösung von Verwaltungsfragen verfasst. Damit wird den Koordinatoren von Biosphärenreservaten bei der Umsetzung der Sevillastrategie ein wichtiges Hilfsinstrument an die Hand gegeben. Darin wird jedem Biosphärenreservat empfohlen ein Rahmenkonzept zu erstellen. Es ist nicht die Aufgabe dieses Rahmenkonzeptes, die bereits vorhandenen Planungswerke (Pflege- und Entwicklungspläne, für Naturschutzgebiete, National- oder Naturparke) zu ersetzen. Sie gibt den Koordinatoren vielmehr eine Anleitung zur Verwaltung der verschiedenen Zonen des Biosphärenreservates an die Hand und ermöglicht, die verschiedenen bereits vorhandenen Planungsunterlagen aufeinander abzustimmen. Diese Anleitung wurde auf die Bedürfnisse einer nachhaltigen Entwicklung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und ethischer Aspekte abgestimmt.

Obstgärten im Winter © Michel Rauch.

Dorf im Reservat © SYCOPARC
Rahmenkonzept
 

Zur weiteren integrierten grenzüberschreitenden Entwicklung des deutsch-französischen Biosphärenreservates bedarf es eines übergeordneten Rahmenkonzeptes, das die z.T. unterschiedlichen Zielsetzungen der beiden Träger des GBR (Grenzüberschreitendes BiosphärenReservat) zusammenführt und neu definiert.

Biosphärenreservate umfassen unterschiedlich genutzte Landschaften, von sehr naturnahen Ökosystemen bis hin zu intensiv landwirtschaftlich, baulich, gewerblich oder gar industriell genutzten Gebieten. Zur langfristigen Abstimmung der unterschiedlichen Schutz- und Entwicklungsziele, ist eine innere räumliche Gliederung, die Zonierung, erforderlich. Die Einteilung in Zonen und die Erarbeitung entsprechender Flächenmanagementpläne zur standörtlich differenzierten Nutzung, ermöglichen eine sinnvolle Raumentwicklung unter Berücksichtigung der naturräumlichen Gegebenheiten.

Das Rahmenkonzept soll als integriertes Gesamtkonzept für die Entwicklung des Gesamtraumes des deutsch-französischen Großschutzgebietes erarbeitet werden, wobei eine Abstimmung mit allen betroffenen Gemeinden, Behörden und Verbänden angestrebt wird. Die Einbindung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen ist sicherzustellen. Hierbei müssen für die einzelnen im Biosphärenreservat wirksamen Sektoren und Nutzungsbereiche (z.B.: Produktion, Dienstleistung, Bildung, etc.) Leitbilder erarbeitet werden, die als verbindlicher Orientierungsrahmen für zukünftiges Handeln und Wirtschaften von allen Beteiligten anerkannt werden.