Finanzen

Binäre Optionen oder Forex

Binäre Optionen sind eine Finanzwette, bei der man lediglich von einem bestimmten Kurs ausgehend darauf wettet, ob der Kurs zum Zeitpunkt X über oder unter dem aktuellen Kurs liegt. Dabei wird bereits vor dem Ende der Wette ein Payout festgelegt, welchen der Wetter im Erfolgsfall erhält. Es gibt also nach dem Abschluss der Wette keine weiteren Einflussmöglichkeiten mehr, die gesamte Analysearbeit findet also vor dem Abschluss der Wette statt.

Forex bezeichnet die Devisenmärkte, also eine Spekulation auf die Entwicklung der Wechselkurse zwischen zwei Währungen. Dabei gibt es stets die Möglichkeit long zu gehen, also auf steigende Kurse zu wetten, und die Möglichkeit short zu gehen, also auf fallende Kurse zu wetten. Dabei hat der Investor tatsächlich an der Kursentwicklung zu partizipieren. Er wettet also nicht nur auf steigende oder fallende Kurse, sondern auch darauf, wie stark diese Kurse abweichen, denn nur wenn die Kurse sich tatsächlich stark in seine Richtung bewegen, kann er Gewinn machen.

Der größte Unterschied zwischen Binären Optionen und Forex sind die potentiellen Ausgänge. Bei Binären Optionen gibt es lediglich den Totalverlust oder den vorher festgelegten Payout. Bei Forex hingegen hat man die Möglichkeit an der Kursentwicklung zu partizipieren. Es ist also möglich eine long oder eine short Bewerbung maximal auszunutzen. Das macht Forex im Vergleich zu Binären Optionen natürlich deutlich komplexer, denn während der Investor sich bei Binären Optionen keine weiteren Gedanken machen muss, weil er keinen Einfluss mehr hat, muss er die Kurse beim Forex Trading stets verfolgen, um den passenden Zeitpunkt zum Nachkaufen oder zum Verkaufen zu finden. Das bedeutet natürlich auch, dass die Renditemöglichkeiten bei Forex deutlich besser sind, denn durch die Wahl des richtigen Zeitpunkt zum Verkaufen kommt ein weiterer Aspekt hinzu, mit dem sich das Ergebnis positiv beeinflussen lässt. Aber natürlich erhöht das auch die Risiken, dass man einen bereits erzielten Kursgewinn nicht realisiert, da man von einer potentiell noch größeren Rendite ausgeht, diese aber nicht eintritt. Und das führt zu einem großen Nachteil von Forex, denn beim Handeln mit Forex ist es grundsätzlich möglich mehr Kapital zu verlieren als das, was zunächst eingesetzt wurde. Dieses Risiko lässt sich mit Stop Loss Limits zwar reduzieren, aber nicht komplett ausschließen.

Welche Vorteile haben die Produkte jeweils?

Die Vorteile von Binären Optionen liegen auf der Hand. Auf Grund von ihrer schlichten Gestaltung sind sie ein Produkt, welches auch für Anfänger schnell und leicht zu verstehen ist. Außerdem können Anfänger hier bereits mit sehr geringen Einsätzen erste Erfahrungen sammeln. Es handelt sich aber nicht um echtes Trading, sondern viel mehr auf Finanzwetten. Nachdem eine Position eröffnet wurde gibt es also keine Möglichkeit mehr sie zu schließen. Es ist bei Binären Optionen allerdings nicht möglich mehr zu verlieren, als zunächst eingesetzt wurde.

Forex hat den Vorteil, dass es sich um echtes Trading handelt und Positionen nicht nach einem vorher festgelegten Zeitraum geschlossen werden. Außerdem hat der Anleger stets die Möglichkeit durch das Nachkaufen zu verbilligen und sowohl aus einer profitablen, als auch aus einer verlustreichen Position kann man zu jedem Zeitpunkt aussteigen.

Für wen eignet sich welches Produkt?

Binäre Optionen sind vor allem für die Personen geeignet, die erste Erfahrungen mit dem Finanzmarkt und Instrumenten wie zum Beispiel der Chartanalyse machen wollen. Doch um tatsächlich profitabel traden zu können, ist für viele Trader eher Forex geeignet, denn auf Grund des deutlich geringeren Spreads und der Möglichkeit mehr Entscheidungen zu treffen, lässt sich beim Forex traden deutlich besser Geld verdienen, als mit Binären Optionen. Denn nicht umsonst werden Binäre Optionen häufig mit einem Glücksspiel verglichen, Forex Trading hingegen wird von vielen als die Königsdisziplin des Tradens beschrieben.